Campfire Campfire 2018 (Freitag)

Campfire 2018 eröffnet – „Gedanken sind die Funken unseres Lagerfeuers“

31. August 2018

Campfire 2018 eröffnet – „Gedanken sind die Funken unseres Lagerfeuers“

„Ich habe eine Rede geschrieben bekommen, die werde ich aber natürlich nicht halten.“ So begann Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), als er im RP-Zirkuszelt auf der Wiese vor dem NRW-Landtag das Campfire 2018 eröffnete. Im Wahlkampf habe er die sozialen Medien schätzen gelernt, als weiteren Kanal „an den herkömmlichen Medien vorbei“. Mittlerweile habe er aber auch verstanden, dass Qualitätsjournalismus wichtig sei. „Wir brauchen eine Instanz, die die Flut öffentlicher Meinungen einem Reality Check zuführt“, sagte Geisel. Eine Veranstaltung wie das Campfire, das zum Dialog über Medien einlade, sei deshalb umso relevanter. Er sei froh, das Festival am Rheinufer in Düsseldorf begrüßen zu dürfen.

Ebenfalls bei der Eröffnung: Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe. Foto: Jana Bauch

Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe, bekräftigte, Journalismus sei Kerngeschäft und Existenzgrundlage der RP. Die Rheinische Post ist Medienpartner des Campfire. Besonders das Digitalgeschäft werde immer wichtiger, und „eine der Säulen der Unternehmensstrategie“, sagte Werle. Viele Entwicklungen stimmten ihn positiv. „Noch nie zuvor in unserer mittlerweile mehr als 70-jährigen Geschichte haben die Rheinische Post und RP ONLINE mehr Leser erreicht.“ Die RP verstehe sich dabei nicht mehr nur als Überbringer der Nachricht, „sondern als Plattform und Vermittler“ – als ein Medium, das auch im echten Leben Communities bilde. Es sei deshalb nur folgerichtig, dass die Rheinische Post bei einer Veranstaltung wie Campfire mitmacht.

„Es ist wichtig, die Gräben in der Gesellschaft aufzubrechen und wieder Debatten zu führen“, sagte David Schraven, Gründer des Recherchenetzwerks Correctiv, welches das Campfire veranstaltet. Nichts sei besser geeignet für diese Debatten als ein Lagerfeuer. Ein solches in der Realität zu entzünden, sei wohl etwas zu gefährlich, gab Schraven zu. „Deshalb können die Gedanken, die wir hier haben, die Funken unseres Lagerfeuers sein.“ Er sei dabei ganz besonders froh, dass das Festival vor dem Parlament stattfinde, sagte Schraven und dankte allen Unterstützern und Helfern.

Das Campfire dauert noch bis Sonntag, den 2. September. In diesem Blog berichten wir das gesamte Festival über von den spannendsten Veranstaltungen. Das gesamte Programm gibt es hier.

Fotos: Jana Bauch