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Was tun gegen den Hass im Netz? – 10 Tipps von den „Neuen Deutschen Medienmachern“

2. September 2018

Was tun gegen den Hass im Netz? – 10 Tipps von den „Neuen Deutschen Medienmachern“

Die Stimmung im Netz ist aufgeladen. Hass, Hetze und Rassismus dominieren häufig die Kommentarspalten deutscher Medien. Was können Journalisten dagegen tun? Gilda Sahebi von den Neuen Deutschen Medienmachern gibt beim Campfire Tipps. Eine Auswahl.

  1. Hassrede ist juristisch nicht definiert. Jede Redaktion muss selbst festlegen, wann etwas Hatespeech ist – und wann nicht. Daran müssen sich dann alle Nutzer halten.
  2. Auch bei kontroversen Themen gilt: Kommentarspalten offen halten. Nicht aus Angst den Dialog aller Nutzer abwürgen.
  3. Nicht verunsichern lassen. Hater sind in der Unterzahl. Eine laute Minderheit flutet das Netz mit Hass.
  4. Zynismus gegen Hass bringt nichts. Das kann lustig sein, aber die inhaltliche Diskussion sollte zumindest versucht werden.
  5. Hasskommentare müssen so schnell wie möglich weg, sonst werden sie zum Brandherd.
  6. Je mehr moderiert wird, desto sachlicher wird die Debatte.
  7. Nutzer, die eine konstruktive Debatte führen, belohnen. Liken, Highlighten, nach oben stellen.
  8. Keine Angst vor dem Zensur-Vorwurf. Hasskommentare dürfen nicht stehen bleiben.
  9. Man muss nicht mit Leuten reden, die zur Gewalt aufrufen oder Anderen eine Vergewaltigung wünschen.
  10. Unter Artikeln mit verkürzten und provokanten Überschriften entsteht der meiste Hass.