Campfire Campfire 2018 (Sonntag)

Das Wochenende beim Campfire: Und warum bist du hier?

2. September 2018

Das Wochenende beim Campfire: Und warum bist du hier?

Das Campfire-Festival in Düsseldorf neigt sich dem Ende entgegen. Bei Sonne, Cocktails und Flammkuchen lauschten die Besucher am Wochenende dem türkischen Journalisten Can Dündar, NRW-Innenminister Herbert Reul und „Bild am Sonntag“-Chefredakteurin Marion Horn. Sie diskutierten über die AfD, Lokaljournalismus und die Macht von Facebook. Wir haben mit Gästen gesprochen.

Hans ist am Samstag extra aus Maastricht angereist. Eine Stunde saß er dafür im Auto. Der 61-Jährige arbeitet in den Niederlanden als Journalist und hat im Newsletter des Correctiv vom Campfire-Festival erfahren. „Für meine Arbeit in der Medienbranche ist das hier eine tolle Inspirationsquelle“, sagt er. Besonders gefallen hat ihm der Talk zur Zukunft des angeschlagenen Industriekonzerns Thyssenkrupp. „Dass ein so komplexes Thema hier Platz findet, ist klasse.“

Birgit Oberberger ist für das Wochenende aus Frankfurt nach Düsseldorf gekommen. Die 53-Jährige belegt einen Fernstudiengang in Journalismus und ist deshalb „an sehr vielen Veranstaltungen beim Campfire“ interessiert, wie sie sagt. „Ich bin bei kaum einer Veranstaltung bis zum Ende geblieben, sondern von Zelt zu Zelt gehüpft. So habe ich überall spannende Dinge aufgeschnappt und mir interessante Talks angesehen.“Annegret Helberg ist am Sonntag mit ihrer Familie auf dem Campfire unterwegs. Die 61-Jährige aus Mettmann ist gleich aus zwei Gründen interessiert an den Themen des Festivals: Zum einen ist ihre Tochter in der Medienbranche aktiv, zum anderen beschäftigt sich die Politik- und Geschichtslehrerin mit der digitalen Zukunft. „Ich höre von meinen Schülern von vielen Dingen, mit denen ich sonst nie in Kontakt kommen würde. Deshalb suche ich auch hier aktiv nach Themen, um meinen Horizont zu erweitern. Nur wenn ich den Hintergrund kenne, kann ich Fake News erkennen und dafür sorgen, dass auch meine Schüler nicht auf sie reinfallen.“