Campfire Campfire 2018 (Samstag)

Programmieren kann kinderleicht sein

1. September 2018

Programmieren kann kinderleicht sein

Im DHL-Mitmachzelt hat sich am Samstag alles ums Thema Computer und Programmieren gedreht. Das Besondere: Kinder, aber auch Erwachsene, bekamen die Gelegenheit, mit dem Mini-PC „Calliope mini“ spielerisch und kreativ die Welt der Computer kennenlernen.

  • Worum ging es?
    Dirk Nagels (vorne) und André Dänekas (rotes Hemd) im Gespräch mit Besuchern.

    Im DHL-Mitmachzelt wurde Kindern sowie Erwachsenen das Thema Programmieren einfach und mit spielerischen Mitteln nähergebracht. Caspar Armster, André Dänekas und Dirk Nagels führten am Beispiel des Mini-Computers „Calliope mini“ die verschiedenen Möglichkeiten des Programmierens vor.

  • Was wurde angeboten? Die Besucher konnten anhand von kostenlosen Werkzeugen im Internet selbst erste Schritte im Programmieren unternehmen und das zur Verfügung gestellte Bastel- und Experimentalmaterial ausprobieren.
  • Was ist und was kann der „Calliope mini“?
    Der Mini-Computer „Calliope mini“.

    Der „Calliope mini“ bietet unzählige kreative Möglichkeiten. Mit wenigen Klicks können im Handumdrehen eigene Programme für den Mikroprozessor erstellt und Sachen in Bewegung gebracht werden. Folgende Bauteile sind unter anderem auf der Calliope-Platine zu finden: LED-Lämpchen, Knöpfe, mit denen Eingaben vorgenommen werden können, Sensoren, ein USB-Anschluss, Bluetooth, Lautsprecher und Mikrofon, ein Prozessor oder ein Motor-Anschluss für zwei Motoren, mit dem das Board schnell in einen Roboter oder in ein selbstfahrendes Auto verwandelt werden kann. Die Kosten des „Calliope mini“: zwischen 30 und 35 Euro.

  • Das Ziel der drei Experten
    „In einer Welt, die immer digitaler und technischer wird, darf eigentlich kein Kind mehr die Grundschule ohne Informatik-Grundkenntnisse verlassen“, sagt André Dänekas, Informatiklehrer an einem Gymansium in Erkelenz. Er und seine beiden Kollegen haben sich zum Ziel gesetzt, Informatik leicht und verständlich zu erklären. „Es geht keineswegs darum, Fachinformatiker ausbilden zu wollen“, sagt Dirk Nagels, der bei der Stadt Düsseldorf im Amt für Statistik und Wahlen arbeitet. Die Grundlage ihrer Bemühungen ist der sogenannte „Medienkompetenzrahmen NRW“, mit dem die digitale Bildung in den Schulen, bereits in den Grundschulen beginnend, beschleunigt werden soll. Die drei Informatik-Experten wollen, dass jedem Schulkind in Deutschland ab der dritten Klasse ein spielerischer Zugang zur digitalen Welt ermöglicht wird. „Viele schrecken erst einmal zurück, wenn sie nur die Wörter Informatik und Programmieren hören“ sagt Dänekas. „Wir wollen deshalb am Beispiel des Calliope Mini zum einen Kinder ans Programmieren näher heranführen und zeigen, wie selbsterklärend es sein kann.“ Zum anderen haben sie sich zum Ziel gesetzt, auch bei Mädchen in den Schulen das Interesse für Informatik zu wecken. „Denn im Informatikbereich sowie in vielen Ingenieursberufen besteht ein großer Mangel an Frauen.“
  • Wie kam die Veranstaltung an?

    Jan-Hendrik und Torsten Spahn aus Willich.

    Torsten Spahn aus Willich kam mit seinem 12-Jahre alten Sohn Jan-Hendrik ins Mitmachzelt. „Wir sind gezielt zum Campfire gekommen, um die Informationsangebote im Bereich Informatik wahrzunehmen und uns zu erkundigen, was im in Sachen Programmieren für Kinder angeboten wird. Die Veranstaltung hat mir gut gefallen, denn der Calliope mini ist eine tolle Möglichkeit, Kinder an die Informatik heranzuführen“, sagte Spahn. Sein Sohn fand ebenfalls Gefallen an dem Min-PC. „Ich habe schon mit sieben Jahren angefangen, selbst zu programmieren. Hier konnte ich noch einiges dazulernen.“