Good Job

S01E10 — Generation All statt Generation Y

6. Februar 2019

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S01E10 — Generation All statt Generation Y

S01E10 – „Generation All statt Generation Y“

Feedback Kultur, Homeoffice, Sinnhaftigkeit und flexible Arbeitszeiten – die Generation Y hat große Anforderungen an die neue Arbeitswelt. Doch handelt es sich wirklich um die Forderung einer einzelnen Generationen oder doch viel mehr um generationsübergreifende Wünsche? Da Alexander gerade im Sabbatical in Georgien ist, hat sich Lysander alleine auf den Weg nach Berlin gemacht. Bei Axel Springer SE trifft er sich mit Florian Klages und Johannes Burr, um zusammen das Thema „Generation All statt Generation Y“ zu sprechen. Ein Thema, was auch bei der Rheinische Post Mediengruppe nicht neu ist und bei Michael und Michel zu interessanten Diskussionen führt. Und zu welcher Generation Michael sich zählt, erfahrt ihr in dieser Folge!

Was meint ihr: Ist die Frage nach einem Good Job wirklich eine Generationenfrage oder doch etwas, was alle Generationen betrifft? Warum schreiben wir die Eigenschaften von New Work immer den jüngeren Generationen zu?

Schickt uns einfach euer spannendes Feedback an ichwilleinen@goodjob.jetzt.

 

Alle Infos findet ihr unter www.goodjob.jetzt oder www.zeitgeist.rp-online.de/goodjob/

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Show Notes

[00:00] Es geht gleich los, denn Alex steckt mitten im Sabbatical und reist gerade durch Georgien. Lysander vermisst seinen Podcastpartner, der augenscheinlich als typisches Beispiel der Generation Y gesehen werden kann.

[01:59] Alleine ist Lysander trotzdem nicht. Zu Gast sind heute Florian Klages und Johannes Burr von Axel Springer SE. Florian Klages leitet den Geschäftsführungsbereich Personal, nur dass der inzwischen „People & Culture“ heißt und Teil einer fortlaufenden Transformation von Axel Springer SE ist. Johannes Burr leitet den Bereich „Collaboration – Learning – Transformation“.

[06:56] Wie schafft man es, in einem sich ständig wandelnden Unternehmen, alle der etwa 16.000 Mitarbeiter permanent abzuholen und auch ältere Generationen mitzunehmen? Eine Frage, die schon in ihrer Formulierung aneckt, da das einfache „Mitnehmen“ von Mitarbeitern heute nicht mehr funktioniert. Auch weil es sich bei einer Transformation um einen stetigen Prozess handelt.

[11:36] All zu oft steht die Generation Y als Sinnbild für die Wünsche nach neuen Arbeitsbedingungen. Doch handelt es sich wirklich um eine Frage der Generation? Sind es wirklich die jungen, motivierten Mitarbeiter, von denen die steigende Nachfrage ausgeht? Ein regelmäßig durchgeführter Hackathon bei Axel Springer SE beweist das Gegenteil.

[16:18] Trotz Studien wie die des Düsseldorfer Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft, die keine signifikanten Unterschiede zwischen den Anforderungen der Generationen an Ihren Arbeitsplatz sehen, hält sich die These der anspruchsvollen Generation Y. Ursachen sehen Florian Klages und Johannes Burr im demographischen Wandel, dem Fachkräftemangel, den neuen Technologien und der höheren Transparenz.

[22:42] Auch wenn alle Generationen ähnliche Ansprüche haben, oft sind es doch die Jüngeren, die eben diese auch verbalisieren. Mit der neuen Arbeitswelt hat sich nun die gesamte Wahrnehmung verändert und auch Unternehmen erkennen, welche Wirksamkeit sich hierdurch entfacht. 

[28:14] Um die Wirksamkeit von New Work Maßnahmen zu erkennen, braucht es bestimmte messbare Größen. Bei Axel Springer SE nutzt man hierfür „Objectives and Key Results“ (OKR). So können Ziele nicht nur mitgestaltet werden, sondern sie sind auch transparent und geben der Arbeit einen zusätzlichen Sinn.

[34:24] Die Messbarkeit eines Kulturwandels ist generell schwer abzubilden. Während sie sich aus der Perspektive des Geschäftsführers vor allem in Werten wie Gewinn, EBITDA und Aktienkursen ausdrückt, steht bei Personalabteilungen vor allem der einzelne Mitarbeiter im Fokus, dessen Wohlbefinden durch regelmäßige Befragungen gesteigert werden kann.

Eine perfekte Überleitung zum Good Job Audit!

[39:12] Große Initiativen sind immer schwer für alle Generationen passgerecht umzusetzen. Ein Ansatz kann das „Guerilla-Learning“ sein, denn neue Inhalte können nicht in den alten, klassischen Methodiken übermittelt werden. Und da auch dies nicht alle Mitarbeiter gleichermaßen abholt, empfiehlt es sich, Kulturwandel an Orten geschehen zu lassen, an denen man automatisch mit ihm in Berührung kommt – zum Beispiel in der Kantine.

[45:52] Niemand braucht und sollte darauf warten, vom Kulturwandel an die Hand genommen zu werden. Der Wandel startet bei jedem einzelnen und kann mit „Cultur & Work Hacks“ eingeleitet werden. Wie sieht die Situation bei der Rheinische Post Mediengruppe aus und zu welcher Generation gehört eigentlich Michael?

[47:40] Auch bei der RP sind Generationen nicht über einen Kamm zu scheren. Und doch findet Michael, dass die Unterschiede bedingt durch äußere Umstände oder Erziehung in Generationen nicht von der Hand zu weisen sind. Michel Bringt den Wehrdienst als Beispiel dafür, warum junge Menschen heute in vielen Dingen ein anderes Verständnis haben.

[51:31] Unternehmen müssen sich auf immer schneller wechselnde Veränderungen und Mitarbeiterausprägungen einstellen. Der dafür notwendige individuelle Umgang mit Mitarbeitern überfordert viele Unternehmen schnell. So versucht man einen Spagat zwischen jungen und alten Mitarbeitern zu schaffen, der vielleicht nicht immer notwendig ist. Manch älterer Kollege bei der RP nimmt die „moderneren Konditionen“, wie ein Homeoffice, gerne an.

[55:16] Kulturveränderungen benötigen Zeit, Wille und Ausdauer, auch da teilweise feste Grundannahmen infrage gestellt werden müssen. Doch will man im immer umkämpfteren „War of Talents“ nicht untergehen, muss man sich auf die Bedingungen der neuen Generationen einlassen, denn auch die Konkurrenz rüstet auf.

[01:03:36] Outro: Schon bald bei Ihrem Händler des Vertrauens, eine Sammlung der besten „Culture & Work Hacks“ von Florian Klages und Johannes Burr – es bleibt abzuwarten, wie ernst diese Aussage gemeint war. Und damit geht es in den wohlverdienten Feierabend!