Warum wir die Kommentarfunktion teilweise sperren

Vor einigen Wochen haben wir auf RP ONLINE die Userkommentare bei Berichten über die Flüchtlingskrise geschlossen. Immer wieder fragen uns seitdem Leser per Mail, was das soll – ob wir Angst vor der Wahrheit haben, ob uns die Bundesregierung dazu zwingt und ob das nicht Zensur ist. Hier finden Sie die Antwort.

Userkommentare sind toll. Wie eine Stehparty im eigenen Wohnzimmer, mit anregenden Gesprächen und immer neuen, spannenden Gästen. Andere Perspektiven, Zuspruch und Widerspruch, Gedanken, auf die wir nie gekommen wären – all das kommt in User-Diskussionen auf den Tisch, und von alledem profitieren wir als Journalisten immens. Nicht zuletzt, weil Ihre Kommentare immer auch eine Art Live-Kritik sind: Haben wir schlecht recherchiert? Tendenziös geschrieben? Wichtiges weggelassen? In Ihren Einsendungen fliegen solche Fehler auf, und das ist gut so. Userkommentare, auch streitbare, machen unsere Berichterstattung besser. 

Leider gilt das nicht für die Masse der Einsendungen, die wir zu unseren Berichten über die Flüchtlingskrise bekommen haben (und noch immer bekommen). Wir haben kein Problem mit Meinungen, die nicht der unseren entsprechen. Ja, man darf sich Sorgen machen angesichts der vielen tausend Asylbewerber, die gerade nach Deutschland kommen. Man darf Islamisten gefährlich finden und Angst vor Überfremdung haben – und man darf diese Meinung überall sagen, auch auf RP ONLINE. Was man bei uns nicht darf: Zu Gewalt aufrufen. Gegen Hilfsbedürftige hetzen. Drohen und Minderheiten beschimpfen.

Userkommentare dieser Art vergraulen all jene, die zivilisiert diskutieren wollen. Sie schaden jenen, die ihre legitimen Sorgen äußern. Sie belasten unsere Kollegen, die zuletzt von morgens bis abends damit beschäftigt waren, Hetzkommentare und andere strafbare Inhalte von unseren Seiten zu entfernen.    

Deshalb haben wir die Kommentarfunktion bei Artikeln zur Flüchtlingskrise auf RP ONLINE gesperrt. So lange, bis wieder ein zivilisierter Umgang miteinander möglich ist. Mit Zensur hat das nichts zu tun – dafür sehr viel mit Hausrecht. Uns sagt keine Behörde und keine Regierung, welche Meinung wir zulassen und welche nicht. Wir wollen einfach keine pöbelnden Rassisten in unserem Wohnzimmer.

Dass es damit schwerer geworden ist, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, finde ich persönlich schade. Zusammen denken wir bei RP ONLINE gerade viel darüber nach, ob wir vielleicht eine ganz neue Art der Kommunikation brauchen – eine andere Plattform, um auch über polarisierende Themen wie die Flüchtlingskrise konstruktiv diskutieren zu können. Was meinen Sie? Wie kann es weitergehen? Wenn Sie Ideen haben, schreiben Sie mir gern – unter rainer.leurs@rheinische-post.de. Ich freue mich, von Ihnen zu hören!

Rainer Leurs ist der Redaktionsleiter von RP ONLINE. Folgen Sie ihm auch auf Twitter.

39 comments

  1. H.Breuer says:

    Es wäre für mich doch mal von Interesse zu erfahren, woher die RPO nebst ihrem Redaktionsleiter, Hr. Leurs, die Kenntnis erfährt, wann die hier angesprochenen (Zitat) „pöbelnden Rassisten“ ihr Unwesen beenden, bzw. wann es hier dann wieder einen (Zitat) „zivilisierten Umgang“ miteinander gibt.
    Zusätzich wäre es nett zu erfahren, warum z.B. diese Funktionsleiste welche, bei den Flüchtlingsberichten gesperrt ist, auch bei Berichten über LKW-Unfälle am Kaarster Kreuz gesperrt wird bzw. wurde.

    • Hans Martin Schmidt says:

      Eine Redaktion muss auch Kommentare aushalten können, die weit über das Ziel hinausschießen. Es sollte nicht, nur weil der Kommentar rechtslastig, aber
      nicht s trafrechtlich relevant sein mag, eine Total-Blockade von Lesermeinungen erfolgen. Ich weiß auch gar nicht, ob die Medien sich das wirklich leisten können – und leisten wollen. Ich habe oft den Eindruck, dass der Zwang, der durch ein offenkundiges Gesinnungskartell in der BRD entsteht, manchen dazu verführt, bloss keinen Fehler zu machen und lieber auf andere, „politisch heikle“ Meinungen zu verzichten. Unsere pluralistische Gesellschaft nimmt Schaden. Die Pressefreiheit dann natürlich auch. Das muss, das darf nicht sein. Denn, das hat uns die Geschichte gelehrt, wenn die Meinungsbikldung schwindet, ist der Weg zur diktatur nicht mehr weit. Jedem, dem ein Maulkorb verpasst wurde, beißt danach viel öfter als vorher.

  2. Werner_Wolf says:

    Das passiert eben,wenn die veröffentlichte Meinung und Bürgermeinung derart diskrepiert.
    Ich verstehe es,dass man sich der Wut nicht mehr stellen möchte und ausweicht und vom Hausrecht Gebrauch macht.
    Mein RP abo habe ich gekündigt,ich lese jetzt die Jung Freiheit,weil ich meine,dass wir einen ordentlichen Rechtsruck brauchen.

  3. Marion Schöning says:

    Hallo,

    ich habe leider auch keine Lösung, wie man zu diesem Thema öffentlich und konsturktiv diskutieren kann, ohne dass diese Vollpfosten anonym hier auch ihre Beleidugungen und Hass schreiben können. Daher finde ich es richtig, dass Sie die Userkommentare zu diesem Thema gesperrt haben und diesen Idioten keine weitere Plattform geben.

    Ich würde mir allerdings auch wünschen mehr Berichte über evtl die Ursache (falls dies überhaupt möglich ist) und das wahre Leben in diesen Gebieten lesen zu können. Nicht immer nur Politiker zu Wort kommen lassen. Diese ganze „Kriese“ auch mal ein Gesicht und Gefühl geben, die wahren Schicksale zeigen, Menschen begleiten. Es wird immer nur „Kriese“ in Deutschland geschrieben, aber was treibt den Menschen tatsächlich in die Flucht? Wieviel Krieg kann ein Mensch aushalten, bevor er Alles stehen und liegen läßt, bevor er diese Reise ins Unbekannte macht. Sollch eine Entscheidung trifft man nicht einfach mal am Wochenende. Was ist mit den Jugendlichen, die ohne Eltern flüchten oder diese auf der Flucht verloren haben? Wie wird denen geholfen diese Traumata zu verarbeiten?

    Viele Menschen plappern einfach etwas nach, ohne vorher darüber nachgedacht und erst recht nicht recherchiert zu haben.

    Gruß und schönes Wochenende

    • Harald-d. Schulz says:

      Guten Tag Frau Schöning, wenn Sie etwas sagen, bitte dann sagen Sie es , aber nicht saysen, was soll das?
      Zum Inhalt:Ich bin Ihrer Meinung was Hass und Ausrufen von Gewalt anbetrifft. Das muß aber für alle gelten, nicht nur für uns „kleine“Nutzer des Internets. Lesen /hören Sie sich bitte die Ausführungen im Internet der Damen und Herren Timoschenko, Jazenjuk,Poroschenko ( nur in russisch)oder Nuland an. Von „Atombombe einsetzen“ bis „ficke dich Europ. Union“ ist alles im Netz enthalten und es ist nicht gesperrt. Oder einer hat gesagt zu Menschen die er nicht kennt „Pack“. Hat es auch schon mal gegeben, da wurden die Juden so angesprochen , hat mir mein Vater erzählt. Leider habe ich den Namen des Mannes vergessen.
      Und nun zum Thema Flüchtlinge: Ich bin sicher , Sie haben kein Wissen darüber, wer hier als Flüchtling ankommt. Sollten sich mal direkt am oder im Flüchtlingsheim umschauen. Wer von den Jungen hat überhaupt etwas vom Krieg mitbekommen? Sie werden über das Ergebnis staunen. Wenn man persönlich gesehen hat wie diese Leute in Ungarn gegen Polizei und die Einheimischen vorgegangen sind, wie sie sich benommen haben, würden Sie differenzierter schreiben. Jugendliche flüchten ohne Eltern, nein Eltern schicken Ihre Kinder in die Flucht zur Sondierung,Väter lassen Ihre Frau und Ihre Kinder im Krieg zurück, trinken hier Alkohol , während die Kinder im Bombenhagel ausharren müssen. Ich könnte Stundenlang schreiben….

  4. duesselmoewe51 says:

    Also, dass die Kommentarleiste „teilweise geschlossen“ wird, ist mehr ist mehr als Untertreibung. Vielfach wird sie bereits im Vorfeld geschlossen und zwar auch dann, wenn es sich nicht um dasThema (Kriegs-) Flüchtlinge bzw. Asylbewerber handelt!
    Die Funktionssperre wird bereits schon dann aktiviert, wenn auf Grund der Berichterstattung von Nachrichten, die z. B. auf Raub, Mord, Kindermisshandlung oder ähnliches zurückzuführen sind, aber möglicherweise auf einenTäterkreis schließen lassen, die aufgrund ihrer verbrecherischen Kriminalität jeden Anspruch auf Sozialleistungen und Aufenthalt in Deutschland verwirkt haben, aber dennoch eine Bleiberecht, warum auch immer, eingeräumt wird!
    Ein bisschen mehr Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit als Erklärung für die Sperrung der Kommentarleiste hätte ich mir seitens der rpo schon erhofft! Das Vertrauenserhältnis in „meine“ RP ist durch die Dauersperrung nachhaltig gestört, zumal es andere renomierte Zeitungsverlage besser können!!!

  5. Karl-Heinz Kühn says:

    Ich habe mich mehrfach gewundert, welche meiner Kommentare gelöscht wurde. Wenn ich z.B. sinngemäß darstelle, dass m.E. das Gebot Christi zur Nächstenliebe von einigen Kommentatoren falsch ausgelegt wird, dann ist das m. E. keine „Hetze“.
    („Liebe deinen Nächsten w i e d i c h s e l b s t“)

  6. Erich Pache says:

    Mindestens 10 % aller „Deutschen“ sind und waren Rassisten – schon immer. Die meisten halten normalerweise seit und wegen 45 bloss Ihre Schnauze. Aber im Internet, also „anonym“, geht da was, genauso wie im vermeintlich vertrauten Gespräch unter gedacht „Gleichgesinnten“.
    Und hört auf mit Christen und christliche Wertegemeinschaft und so.

  7. Josef Cissek says:

    Ich dachte, Zensur wurde in Deutschland definitiv 1989 abgeschafft.
    Ein Irrtum.
    Mein Vorschlag: wählen Sie sich doch ein anderes Volk – wie Honecker.
    Und lassen Sie uns in Ruhe.

  8. comparotf says:

    Ist ja ok und begreiflich! Was stört, ist das unterbinden JEGLICHER Meinungsäußerung zum diskussionsverbotenen Thema. Schaffe züchten. Wie ändern? Wenn kein Kommentar, pro Artikel, 2 Meinungsumfragen, die die Meinung der Bevölkerung unter verschiedenen Aspekten (daher 2 und nicht nur 1 Umfrage) durchleuchten…

  9. Alfred Nelz says:

    Es liegt in ihrer Macht, pöbelnden Rassisten (die auch ich nicht mag) keinen Raum zu bieten. Mir scheint, der Hauptgrund ist ihr Personalmangel.

    Andere Portale, z. B. FOCUS und selbst ihr Mitwettbewerber am Niederrhein (WAZ) sperren ihre Kommentarfunktion nicht.

    Ihre Argumentation ist nicht glaubwürdig! Schade, die RP hat bei mir leider viel an Achtung verlorenen.

  10. Jan Martin says:

    Keine Frage, rassistische, beleidigende und diskriminierende Kommentare dürfen nicht veröffentlicht werden. Dem pöbelnden Mob darf keine Lobby gegeben werden!
    Allerdings sehe ich eine generelle Sperrung der Kommentarfunktion zu einer Thematik, welche die Bevölkerung sehr betrifft für den falschen Weg. Immer wieder wird über eine bestehende „Diskussion“ über dieses oder jenes Thema im Bezug auf die Flüchtlingskrise berichtet. Der Leser wird mit der Sperrung de facto von dieser Diskussion ausgeschlossen – der konstruktiven Kritik, der Besorgnis aber auch der Befürwortung wird kein Forum geboten, da auch einzelne „Stammtischkommentare“ sich untermischen. Das spielt den Organisationen mit rechter Gesinnung in die Arme, denn dort wird jeder besorgte, ängstliche oder auch betroffene Bürger angehört und zur Solidarität gegen die Flüchtlingssituation aufgerufen. Die Meinungsfreiheit wird meines Erachtens durch die Sperrung der Kommentarfunktion beschnitten und das darf nicht sein.

  11. Wie die RP selbst schrieb, ist Meinungsfreiheit ein wichtiges und notwendiges Gut in einer freiheitlichen Demokratie. Es ist unbestritten, das von mehreren Seiten Kommentare geschrieben wurden, die entweder beleidigend gegenueber einer anderen Person, verunglimpfend gegen Gruppen oder den Tatbestand zur Aufforderung zu einer Straftat erfuellten, und damit ist deren Veroeffentlichung strafrechtlich relevant.
    Es gibt aber auch einen eher mehrheitlichen Anteil an Kommentaren, die zu moeglichen rechtlich einwandfreien Loesungen Stellung nehmen:
    Was ich selbst schmerzhaft vermisse, ist eine Stellungnahme seitens der Redaktion zur Korrelation der Staaten die Fluechtlinge erreichen wollen, und den dort ueblichen Sozialleistungen fuer Fluechtlinge (D, NL, GB, S). Wenn ein Fluechtling 2 mal mehr Geld- Zuwendungen bekommt, als jemand, der 30 ++ Jahre gearbeitet hat als Rente, dann ist was faul. Wenn 60% der Fluechtlinge aus ’sicheren Drittstaaten‘ kommen, (West Balkan), aber dennoch in der deutschen sozialen ‚Haengematte‘ verbleiben duerfen, ist noch mehr faul. Denn als ‚Asylbewerber‘ bekommen sie hier mehr Geld, als sie zu Hause durch Arbeit verdienen koennen. Gleiches gilt auch fuer viele der sogenannten ‚Buergerkriegsfluchtlinge‘ aus Irak und Syrien- eine Mazedonische Freundin erzaehlte mir vor ein paar Tagen, das sie die ‚Durchwanderer‘ fragte: Warum bleibt ihr nicht einfach hier?- Die Antwort: Ihr seid zu arm‘! Und das sind sicher nicht Menschen, die vor einer Gefahr fuer Leib und Leben fliehen, sondern schlicht Opportunisten.
    Das wichtigste, was die besser gestellten EU Staaten tun MUESSEN: Abschaffen von aller finanzieller Unterstuetzung fuer Fluechtlinge! Unterkunft und Verpflegung- und das war’s. Damit ist dem Recht genuege getan, und die Motivation fuer die Misbrauch Personen hinfaellig, und das Volumen wird drastisch abnehmen.

    Ausserdem ist es laestig, Eure ‚Erzwingung‘ zu einem Abo zu umgehen, aber wie ihr wohl gemerkt habt, nicht unmoeglich.

  12. Franco conti says:

    Hallo Herr Leurs,
    leider muss man sagen das die aktuelle Regierung mit ihrer chaotischen und desolaten Politik
    dem Rechtsradikalismus und der braunen Flut den Raum gibt, wieder zu erstarken.
    Es kommt hinzu das die Mittelschicht immer mehr dazu übergeht sich mit diesem Pöbel anzufreunden und zu sympathisieren beginnt. Denn
    Kinder wissen schon:
    wenn es zuviele Fremde werden bekommt man angst…….man fühlt sich nicht gewachsen, es entsteht Angst, keine reelle Angst sondern eine fiktive…
    in der viele unrealistische Visionen eine rolle spielen.
    Wie kann man sagen, das Deutschland unbeschränkt Menschen aufnehmen kann…… und hilft, um dann für Wochen unterzutauchen …..gemeint ist frau merkel …..
    Ob Deutschland oder andere europäische Länder, sie können nicht für die ganze Welt verantwortlich sein und jedem auf dieser erde helfen, das kann noch nicht mal der liebe Gott, glaube ich ……….denn es sterben zuviele unschuldige und gute menschen zu früh…..
    begrenzte Hilfe ja…. chaos nein …das ist meine Meinung …was denken ´Sie Herr leuber..
    Mfg
    Franco Conti

  13. NReyes says:

    Für mich das Krokodilstränen, die Sie da vergiessen. Es gibt zahlreiche seriöse Publikationen, die in der Lage sind, selbst kritische Themen zu moderieren und in einem vertretbaren Rahmen zu halten.

    Die RP ist leider den einfachsten Weg gegangen, die Kommentarfunktionen geschlossen und sich damit ein Armutszeugnis ausgestellt.

    Gleichzeitig wurde RP Online mit einer Fülle von „pro“ Artikeln überschwemmt, während man die wirklich kritischen Nachfragen lieber vergessen hat. Objektiver, unabhängiger Journalismus geht nach meinem Verständnis anders.

    Schade, Chance verpaßt…

  14. Eisenmenger says:

    Es ist Zensur was hier passiert .Ich respektiere alle Meinungen aber das müssen ja nicht die meine sein.Trotzdem Danke das es für mich vorgefiltert wird . THX und Daumen runter.
    Dies macht jeden Bürger unmündig ..

  15. Ulenspiegelhunter says:

    Ich frage mich immer wieder, sind Sie nicht in der Lage, fremdenfeindliche Meinungen ab zu moderieren. Kommentare lesen und verstehen und dann erst veröffentlichen. Ein guter Moderator mit eine dualen Moderation, kann dann löschen oder sich an einer Diskusion beteiligen. Ihre Technik für Regisstrierung muss verbessert werden, Trolle müssen per IP Verfahren oder ähnlichem Mundtot gemacht werden. Sie haben es schon immer in der Hand gehabt, aber brauchen dafür auch gutes Personal von der technischen Seite her als auch von der rhetorischen Seite, keine Frassendrescher. Dann klappt es auch mit der Kommentarfunktion, arbeiten SIe mit Verwarnungen aber auch Erklärungen. Schaffen SIe eine duale Kommunikation mit den hellen Köpfen der Kommentierer.

  16. Frank Schulz says:

    Eine gute Entscheidung der RP. Davon abgesehn Herr Leurs: Angst vor Fremden darf man haben, aber doch nicht vor Überfremdung.

  17. Hans Kuhlen says:

    Nach dem Schock von Paris: Freiheit ist immer die Freiheit des anderen?
    Dass gilt aber nicht für Neonazis und Daesch(IS). Konsequenzen?
    Lassen Sie weiter vernünftigen Menschen das Forum des interkulturellen Dialogs.
    Leicht wird es nicht. LG

  18. Werner Testikel says:

    Eingangs versichern Sie dem Leser, dass andere Meinungen durchaus als legitim angesehen werden, bloß um wenig später auf den pöbelnden Rassisten zu sprechen zu kommen, und hiermit alles gleich zu relativieren.

    Liebe Rheinische Post, ich werde Ihre Webseite nicht mehr besuchen, erst Ihr unsägliches Abomodell, und nun dieser „Erklärungsversuch“, mir langt es.

    Ergebensten Dank für nichts,

    Werner

  19. Frommelt says:

    Wer sagt denn Wieviele eigentlich Hilfsbedürftige sind. Flüchtlinge, die bis zu 90 000 Dollar an „Reisekosten“ bezahlen, kann man wohl nicht als solche bezeichnen. Und die, welche mit gefälschten Pässen einreisen oder ein Bordell im Aufnahmelager eröffnen sind wohl auch keine. Die Prügelnden, mit Eisenstangen und Mobilar, sind das bestimmt auch nicht.
    Wir werden Paris hier auch noch erleben.

  20. Ron Martin says:

    Das sind sehr schwache Schutzbehauptungen. Jeder kann doch täglich beobachten, welche Kommentare gelöscht werden, bei welchen Artikeln die Kommentarfunktion gleich ganz abgeschaltet wird.
    Ein werbungsstarrendes Medium wie RP ist in erster Linie diesen Werbekunden verpflichtet. So wird alles, was auch nur ansatzweise die gegenwärtigen Machtverhältnisse und Abzockereien in Frage stellt, gelöscht.
    Die meisten Artikel sind reine Klickfänger, die Seite braucht mittlerweile ewig zum Laden des ganzen Werbemülls. Da scheut man auch vor Lügen nicht zurück. Lügen sind extrem praktisch, man kann immer gleich zwei Artikel draus machen, indem man am nächsten Tag das Gegenteil behauptet und die Aussage „richtigstellt“. Wichtig ist doch nur, daß die Werbung gesehen wird.
    Kritik an solchen Praktiken ist ebenfalls untersagt. Kein Wunder, daß das Blatt als erzkonservatives Provinzblatt verschrien ist.
    Man weiß ja auch, in welchen wenigen Händen sich der Großteil der Presse in Deutschland befindet.

  21. Heiner Heck says:

    Das Sie viele Beiträge Ihrer Zeitung von Kommentaren ausschließen
    sollte Sie auch vieles nicht schreiben. Denn der Weg der Unterdrückung
    ist nicht der Weg der Demokratie und der damit verbundenen Pressefreiheit.
    Eine starke Demokratie muss sich, ob sie nun will oder nicht mit allen Seiten
    auseinandersetzen. Außerdem ist auch nicht richtig mit der Nazikeule alles
    zu reglementieren. Nicht alle Meinungen, die mit der derzeitigen Politik
    der Bundesregierung nicht übereinstimmen sind rechte Meinungen. Wenn
    man in einem demokratischen Staat nicht einmal mehr seinen Standpunkt äußern
    darf, ist es weit gekommen. Gerade Deutschland mit der schrecklichen Vergangenheit
    sollte endlich erwachsen werden denn wir leben nicht vor siebzig Jahren sondern
    heute. Eine starke Demokratie muss auch Stärke zeigen sonst wird es als Schwäche
    ausgelegt. Gerade das islamistische Schreckensgespenst verzeiht keine Schwäche.
    Der freie Westen, einschließlich Deutschland muss endlich die Zähne zeigen. Übrigens
    auch im eigenen Land.

  22. Bannany says:

    Hallo,
    ihren og. Bericht glaube ich nicht so ganz.
    Es fällt auf das Kommentare die kritisch sind gelöscht werden.
    Manches muss und wird auch deftig oder witzig aufgetragen um es hervor zu heben oder zum Denken anzuregen, mehr nicht. So wie bei einer Kabarett oder Comedy Sendung Das machen Politiker ständig !
    Außerdem ist ihre Berichterstattung oft sehr dünn und stark von einseitiger Sichtweise geprägt. Es wird zu viel wichtiges weggelassen und unterdrückt. Auch wird nur einseitig und nicht kritisch beleuchtet.
    Das regt den einen oder anderen Kommentar-Schreiber halt ein bisschen auf !
    Es ist auch schade das man nicht mehr mit Klick auf den Namen weitere Kommentare der Person abrufen kann.

  23. Holger Niering says:

    Bitte, liebe RP-Redaktion….warum macht ihr es euch nicht ganz einfach?
    Nur registrierte User mit echten Namen und Adressen zulassen.
    Bei entsprechenden Kommentaren sofort anzeigen…..fertig.

    • Michael Görgner says:

      Lieber Herr Niering – warum nicht gleich die Anschrift und Telefonnummer mitveröffentlichen?
      Das wäre doch wohl in Ihrem Sinne

      „Bei entsprechenden Kommentaren sofort anzeigen …fertig“
      Ich würde dazu einmal vermuten:
      Priviligierter ehemaliger DDR-Bürger – Mitglied der Linkspartei oder der GRÜNEN – linksextreme Gesinnung.
      Fehlt nur noch der Begriff: „Wegsperren“
      Vergessen oder keine Traute?

  24. Spieker says:

    Bei allem Verständnis für Ihre Lage halte ich eine Totalsperrung von Kommentaren bei hochemotionalen Themen, wie z.B. Flüchtlinge trotzdem nicht für angebracht. Eine Zeitung muss es aushalten können, wenn manche Leser unsachlich werden oder über das Ziel hinausschießen. Ob es einem passt oder nicht, es ist letztlich „Volkes Stimme“, die sich zu Wort meldet, so wie es unser Bundespräsident unlängst gefordert hat, das „Maul aufzumachen“. Sollten einige dabei sich tatsächlich beleidigend äußern oder sich sogar strafbar verhalten, können diese Personen gezielt abgemahnt und von weiteren Kommentaren (zeitweise) ausgeschlossen werden. Diese Arbeit sollten Sie sich machen.
    Bei einigen Artikeln habe ich persönlich schon den Eindruck einer wohlwollenden, moderierenden Berichterstattung. So wird beim Thema Flüchtlinge für meinen Geschmack viel zu unkritisch mit der Rolle Merkels u.a. umgegangen. Dafür scheinen Sie für den Bereich öffentlicher Dienst (Stichwort :Beamtenschelte) nicht viel übrig zu haben. Hier sollte manchmal besser recherchiert werden. So ist mein persönlicher Eindruck beim Lesen einiger Artikel.

  25. Michael Beaupoil says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wenn bestimmte Kommentare unter der Gürtellinie waren haben Sie sie in der Vergangenheit nicht veröffentlicht. Warum machen Sie das nicht jetzt genauso und tragen so weiter zur freien Meinungsäußerung und Demokratie bei?
    Ich glaube Ihrer Darstellung nicht, Sie berichten einseitig und verherrlichen indirekt die Asylanten die größtenteils auf unsere Kosten leben und selten wirklich Verfolgte sind! (Stichwort Lügenpresse) Ich glaube, Sie unterliegen anderen Interessen und informieren die Menschen nicht objektiv. Sie tragen Mitverantwortung!

  26. Michael Görgner says:

    Es scheint eine Panik bei Ihnen ausgebrochen zu sein.
    Es geht ja nicht nur um die Flüchtlingssituation – auch andere Bereiche sind bereits betroffen.
    Genau gesagt: Es betrifft den gesamten Politikbereich und auch teilweise den gesellschaftlichen Bereich.
    Ihre Zeitung hat dadurch einen einmaligen Charakter bekommen. Selbst Anja Reschke sprach in der Talksendung mit Schweiger schon von „Überforderung der RP-Redaktion“.

    Ich weiß nicht, was Sie sich davon versprechen, aber Sie sind auf dem Wege dahin, die Diskussionskultur zu zerstören, weil dem Leser keine Gelegenheit geboten wird, auf teilweise provozierende Artikel Ihrerseits einen Kommentar abzugeben.
    Die angebotenen Leserbriefe an die Redaktion sind kein Ersatz.

    Und vergessen Sie nicht die Kanalisationswirkung von Leserbriefen. Bei vielen Leuten ist dies die einzige Möglichkeit, auf harmlose Weise Dampf abzulassen.
    Was mit aufgestauter Wut passieren kann, wissen Sie sicher selbst zu gut.

    Ein anderer Punkt ist der, sich verstärkt der ausländischen Presse zuzuwenden. Ich praktiziere das jetzt auch verstärkt.
    Die „Presse“ aus Österreich, der „Blick“ und die „NZZ“, der „Guardian“ – als Beispiele bieten viele Beiträge, die in der „BRD-Presse“ totgeschwiegen werden.

    Ich nenne hier mal das Beispiel Polen, wo diese Woche fast 100 000 Bürger gegen den Islam auf die Straße gingen.
    In der deutschen Medienlandschaft kaum erwähnt.

    Fazit: Der Auflagenrückgang ist unbestechlich.

    Humor zum Schluß: Würde auch bei diesem Artikel die Kommentarfunktion deaktiviert werden????

  27. Tristan says:

    Eine „unerwünschte“ Kommentierung sollte eine Zeitung meiner Meinung nach aushalten können. Der Arbeitsaufwand, welcher für die Kontrolle von Hetzartikeln oder allgemein unsachlichen Äußerungen erforderlich ist wäre jedoch vermutlich schlagartig weniger, wenn die Kommentarfunktion an eine vorherige Identifizierung der Kommentierenden gekoppelt werden würde (z.B. Postidentverfahren) – das kostet zwar auch Arbeitsaufwand und Geld, vermeidet aber die unzähligen anonymen und spontanen „Spinnerkommentare“.
    Einen seriösen Kommentar, auch mit einer anderen politischen Meinung kann ich unter meiner richtigen Identität veröffentlichen, Anonymität ist dafür – aus meiner Sicht – nicht erforderlich. Es ist ja leider mittlerweile allgemein verbreitete Unsitte, aus einer vermeintlichen Anonymität heraus zu agieren, anstatt zu seinen Äußerungen und Handlungen auch im direkten Kontext zu stehen.

  28. Karl-Heinz Kühn says:

    Da es angesichts der Globalisierung den klassischen Arbeiter nicht mehr gibt, müssen sich die Genossen von links eine neue Existenz-/Pöstchenberechtigung schaffen. Was bietet sich da an: Natürlich Asylbewerber. Und die gängigen Presseorgane spielen mit.

  29. dummepresse says:

    „Diese deutschen Flüchtlinge leben seit 8 Jahren in den USA“ . 4.1.2016
    —————————————————–
    Was bitte hat dieser Artikel mit der aktuellen Flüchtlings(p)lage zu tun?
    Es ist ein anderes Thema und betrifft den gesellschaftlichen Ungeist, der in diesem Staate besteht.
    Diese Auswanderung ging bereits damals durch die Presse und beschrieb den unmenschlichen Vorgang, wie diese Familie durch den Staat Repressalien erleiden mußte.
    Nicht umsonst haben Sie die BRD bis heute nicht wieder betreten.
    Es gibt zwei Möglichkeiten, warum hier keine Kommentare zugelassen wurden:
    1. Es wird oberflächlich über die Kommentare hinweggegangen – nur einzelne Stichworte – wie Flüchtling – werden registriert – egal in welchem Zusammenhang.
    2.Als Staats-und Regierungspresse müssen diese Interessen natürlich vertreten werden – darum darf es auch keine Kritik geben.

    Nach logischen Gesichtspunkten ist diese Einschränkung aber nicht entstanden.

    In Zukunft sollten Sie darum lieber auf Artikel verzichten, wo Sie keine Kommentare zulassen, denn die Aussage: „…..bis wieder ein zivilisierter Umgang miteinander möglich ist“, betrachte ich als Lüge.
    Eher die Aussage: „….von unserem Hausrecht Gebrauch machen“ trifft wohl eher zu.
    Das bestätigt den Verdacht auf Staats-und Regierungspresse.

  30. Herbert Rech says:

    Auch die Unterdrückung einer Meinung die nicht meiner entspricht und mich abstößt ist Zensur. Ansonsten macht es auch den Eindruck, dass der Leser den Journalisten nur von seiner Arbeit abhält.

  31. Karl Rech says:

    Ich finde es total richtig wenn hasskommentare nicht veröffentlicht werden. Die haben mit Meinungsfreiheit nichts, aber auch gar nichts zu tun. Hut ab vor dem wer sich traut auch mal unpopuläre massnahmen zu ergreifen und diesem Pöbel Paroli zu bieten. Das hat nichts mit Zensur zu tun. Man soll nicht davon ausgehen das man in Deutschland alles darf. Wie Schmitt schon sagte: Wem Deutschland nicht passt darf gerne gehen.

  32. RP-Online war in Vergangenheit nicht sehr wählerisch, wenn es darum ging, Kommentare mit geistigen Dünnschiss zu veröffentlichen, als nämlich RP-Online im Zusammenhang mit Christian Wulff unsachliche und böswillige Kommentar zugelassen hat. Aber kein Wunder: RP-Online hat sich damals an der Hetze gegen Christian Wulff beteiligt und darum waren die bösen und unsachlichen Kommentare der User willkommenes Wasser auf den Mühlen.Was RP-Online jetzt macht, fände ich einen Schritt in die richtige Richtung wenn es nicht pure Heuchelei wäre.

  33. Sascha says:

    Ich sage dazu nur…..

    Du hast einen Fernseher.. Du könntest ja ARD und ZDF schauen.. also zahle..

    Ich kann ja schreiben, also könnte ich ja auch hetzen….

    Klar und deutlich für mich!!! Zensur…..

    Somit weiß ich, wo ich mal nun nicht mehr draufklicken werde, wenn ich Nachrichten im Internet aufrufe…

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